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Sommerekzemdecke Größe richtig messen beim Pferd Sommerekzemdecke Größe richtig messen beim Pferd

Sommerekzemdecke Größe richtig messen beim Pferd

Eine Sommerekzemdecke, die an der Schulter scheuert oder am Bauch hochrutscht, schützt nicht zuverlässig - selbst dann nicht, wenn das Material hochwertig ist. Wer die Sommerekzemdecke Größe richtig messen möchte, braucht deshalb mehr als die ungefähre Stockmaß-Angabe. Entscheidend sind Rückenlänge, Körperbau und der Schnitt der jeweiligen Decke. Gerade bei empfindlichen Ekzemern zählt ein passgenauer Sitz: Nur so bleibt die Haut möglichst konsequent vor Kriebelmücken und anderen Insekten geschützt.

Warum die Größe bei einer Sommerekzemdecke so entscheidend ist

Sommerekzemdecken unterscheiden sich deutlich von klassischen Fliegendecken. Sie bedecken meist nicht nur den Rücken, sondern schließen Hals, Brust, Bauch und häufig auch die Beine großflächig ein. Viele Modelle besitzen eine integrierte Halspartie, einen langen Schweiflatz, einen Bauchlatz sowie elastische Abschlüsse. Diese Konstruktion soll Insekten möglichst wenig Angriffsfläche bieten.

Ist die Decke zu klein, entsteht Zug auf Widerrist, Schulter und Brust. Das Pferd kann beim Fressen, Wälzen oder auf der Weide nicht frei ausgreifen. Zu große Decken rutschen dagegen zur Seite, verdrehen sich oder hinterlassen offene Bereiche an Bauch und Hals. Besonders problematisch ist das bei Pferden, die ohnehin schon an Mähnenkamm, Schweifrübe oder Bauchnaht scheuern.

Die auf dem Etikett angegebene Größe ist außerdem nicht bei allen Marken identisch geschnitten. Ein kräftiges Cob, ein schmaler Vollblüter und ein kompakter Haflinger können bei ähnlicher Rückenlänge eine ganz unterschiedliche Passform benötigen. Daher gilt: Erst messen, dann die Größentabelle des konkreten Herstellers prüfen.

Sommerekzemdecke Größe richtig messen: die Rückenlänge

Die Rückenlänge ist der wichtigste Ausgangswert. Stelle dein Pferd dafür auf ebenen, festen Boden und möglichst gerade hin. Es sollte nicht ein Hinterbein entlasten oder mit hochgerecktem Kopf stehen. Ein weiches Maßband ist ideal, zur Not funktioniert eine Schnur, die anschließend am Zollstock abgemessen wird.

Gemessen wird vom höchsten Punkt des Widerrists bis zum Schweifansatz. Der Schweifansatz liegt dort, wo die Schweifrübe aus dem Körper wächst - nicht am Ende des Schweiflatzes und nicht an der Hinterkante der Kruppe. Lege das Maßband locker entlang der natürlichen Rückenlinie auf. Ziehe es nicht stramm über die Kruppe und lasse es auch nicht durchhängen.

Notiere den Wert in Zentimetern. Viele Decken werden in 5-cm-Schritten angeboten, etwa 125 cm, 135 cm, 145 cm oder 155 cm. Liegt dein Messergebnis zwischen zwei Größen, ist nicht automatisch die größere Decke richtig. Schau zuerst auf die Herstellerangaben und den Körperbau. Bei einem schmalen Pferd kann die kleinere Größe mit passender Brustweite besser sitzen. Ein breites, kräftiges Pferd braucht dagegen manchmal mehr Raum im Schulter- und Brustbereich, obwohl die Rückenlänge knapp ausfällt.

Nicht von der Gesamtlänge verwirren lassen

Einige Hersteller nennen zusätzlich eine Gesamtlänge. Sie wird meist von der Brustmitte über die Seite bis zum Schweifende gemessen und fällt deutlich länger aus als die Rückenlänge. Wer diese Angaben verwechselt, bestellt schnell die falsche Größe.

Für die Auswahl einer Sommerekzemdecke ist die Rückenlänge nach der Größentabelle des Herstellers maßgeblich. Vergleiche deshalb immer dieselbe Messart. Eine gut passende Weidedecke kann als Orientierung dienen, wenn ihre Rückenlänge bekannt ist - sie ersetzt das Nachmessen jedoch nicht, denn Ekzemdecken sind oft anders geschnitten.

Brust, Hals und Bauch: Diese Maße entscheiden mit

Bei einer normalen Decke reicht die Rückenlänge manchmal als erster Anhaltspunkt. Bei einer Ekzemerdecke wäre das zu wenig. Sie liegt eng am Körper an, ohne die Bewegung einzuschränken. Achte deshalb auf die Bereiche, in denen dein Pferd besonders viel Volumen oder eine besondere Anatomie mitbringt.

Messe die Brust an der breitesten Stelle zwischen den Buggelenken. Dieses Maß musst du nicht immer mit einer Zahl in der Tabelle abgleichen, es hilft aber enorm bei der Einschätzung: Hat dein Pferd eine ausgeprägte Brust, kann ein Modell mit großzügigem Brustverschluss, elastischem Einsatz oder zusätzlicher Verstellmöglichkeit sinnvoll sein. Bei schmalen Pferden sind mehrere eng einstellbare Verschlüsse wichtig, damit kein großer Spalt entsteht.

Auch die Halsform zählt. Pferde mit kräftigem Hengsthals, breitem Mähnenkamm oder viel Unterhals brauchen eine ausreichend weit geschnittene Halspartie. Ein zu enger Halsansatz drückt beim Grasen und kann die Mähne zusätzlich belasten. Bei feinen Ponys und schmalen Warmblütern sollte der Hals dagegen eng genug abschließen, damit Insekten nicht unter den Stoff gelangen.

Der Bauchlatz muss großflächig schützen, darf aber weder vor den Hinterbeinen scheuern noch beim Liegen verrutschen. Miss bei sehr rundrippigen Pferden den Bauchumfang ungefähr hinter dem Ellenbogen. Ist ein Hersteller für einen körpernahen Schnitt bekannt, lohnt sich dieser zusätzliche Vergleich besonders.

So kontrollierst du den Sitz nach dem Anprobieren

Die beste Messung ist die Grundlage, doch die endgültige Entscheidung fällt am angezogenen Pferd. Lege die Decke zunächst in Ruhe auf und schließe alle Verschlüsse so, wie sie im Alltag getragen werden sollen. Prüfe den Sitz im Stand, beim Grasen und nach einigen Schritten auf gerader Strecke.

Am Widerrist sollte die Decke sauber aufliegen, ohne Druck auszuüben. Du solltest mit flacher Hand darunterfahren können, ohne dass ein großer Hohlraum entsteht. An der Schulter darf der Stoff nicht nach hinten ziehen. Beobachte dein Pferd beim Vorführen: Bilden sich quer verlaufende Zugfalten an der Schulter oder wird der Hals beim Absenken sichtbar eingeschnürt, ist die Decke vermutlich zu klein oder der Schnitt passt nicht.

Der Bauchlatz sollte den Bauch abdecken, aber nicht wie eine Schürze zwischen den Beinen hängen. Prüfe die Beingurte nach dem ersten Wälzen oder nach einem Weidetag erneut. Zu locker eingestellte Gurte erhöhen das Risiko, dass das Pferd hineintritt. Zu eng eingestellte Gurte können an der Innenseite der Hinterbeine scheuern.

Der Schweiflatz sollte die Schweifrübe gut überdecken. Gerade hier reagieren viele Ekzemer besonders empfindlich. Reicht der Latzt nicht weit genug oder verschiebt sich die Decke beim Bewegen, bleibt eine empfindliche Stelle offen. Bei Modellen mit Schweifriemen muss dieser locker genug sitzen, damit er nicht scheuert, aber stabil genug, damit die Decke nicht nach vorn wandert.

Typische Messfehler vor dem Kauf vermeiden

Ein häufiger Fehler ist das Messen über eine dicke Wintermähne, ein Halfter oder eine bereits aufgelegte Decke. Miss direkt am sauberen, trockenen Pferd. Auch ein Maßband, das schräg über die Kruppe geführt wird, verfälscht das Ergebnis schnell um mehrere Zentimeter.

Verlasse dich nicht ausschließlich auf Alter, Rasse oder Stockmaß. Ein 148-cm-Pony kann je nach Typ eine völlig andere Deckengröße tragen als ein gleich großes, schlankes Pony. Ebenso wenig ist die bisherige Größe einer alten Decke immer aussagekräftig: Vielleicht war sie zu groß, zu klein oder ein ganz anderer Schnitt.

Achte bei der Größentabelle darauf, ob das Modell eher knapp oder großzügig ausfällt. Produktbeschreibungen mit Hinweisen wie körpernaher Schnitt, extra langer Hals, breiter Bauchlatz oder großzügige Schulterfalte liefern wichtige Hinweise für die Auswahl. Bei Loew Equestrian lassen sich solche Details besonders gut nutzen, um Marken und Ausstattungen passend zum Pferdetyp zu vergleichen.

Welche Größe bei einem Zwischenergebnis?

Liegt die Rückenlänge genau zwischen zwei Größen, entscheidet der Schnitt. Für schmale Pferde mit wenig Brusttiefe ist die kleinere Größe oft sinnvoll, sofern Hals und Schulter genügend Raum haben. Bei kräftigen Pferden, Pferden mit breitem Brustkorb oder stark bemuskelter Hinterhand kann die größere Größe besser funktionieren - vorausgesetzt, sie lässt sich an Brust und Bauch sicher einstellen.

Mehr Stoff bedeutet nicht automatisch mehr Schutz. Eine zu große Decke kann verrutschen und an empfindlichen Stellen scheuern. Wähle daher nie nur nach dem Gedanken, dass eine Nummer größer sicherer sei. Die richtige Decke folgt der Körperform, bleibt beim Grasen stabil und lässt dem Pferd volle Bewegungsfreiheit.

Kontrolliere in den ersten Tagen täglich Widerrist, Schulter, Mähnenkamm, Bauchnaht und Schweifrübe auf Druckstellen oder aufgescheuerte Haare. Eine sorgfältig gemessene Sommerekzemdecke ist dann richtig gewählt, wenn dein Pferd auf der Weide unbeschwert unterwegs ist und seine empfindliche Haut möglichst wenig Anlass zum Scheuern bekommt.

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